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Open-Source-Software wird immer populärer. Beinahe jeder hat schon Namen wie Linux®, Firefox, Open Office oder MySQL gehört oder setzt diese Produkte privat gar selbst ein. Doch wie sieht es im geschäftlichen Bereich aus? Kann Open-Source-Software auch hier ihre Vorteile ausspielen? Zur Beantwortung dieser Frage müssen die dafür notwendigen Bewertungskriterien näher beleuchtet werden. Dass eine derartige Betrachtung lohnt, kann man daran sehen, dass auch kommerzielle Internetseiten immer öfter auf Servern liegen, die mit dem Betriebssystem Linux®, dem Web-Server Apache-HTTP-Server und der Datenbank MySQL betrieben werden. Alles drei Open-Source-Projekte, die ihren kommerziellen Konkurrenten ebenbürdig oder diesen sogar überlegen sind. Auch wurde eigens dafür eine Konferenz unter dem Namen 'Open Source meets Business' anberaumt. Diese ist speziell für IT-Entscheider gedacht und findet vom 25. bis 27. Januar 2006 in Nürnberg statt. Dort wird über Erfahrungen mit Open-Source-Software berichtet und Perspektiven im Zusammenhang mit Open Source sollen aufgezeigt werden. Entwicklung von Java™-AnwendungenBei der Entwicklung von Java™-Anwendungen spielt Open Source auch eine immer größere Rolle. Hierbei werden Open-Source-Projekte nicht in Form von fertigen Programmen sondern als Bibliotheken veröffentlicht. Diese dienen dann als Bausteine für die eigentlichen Anwendungen und können so die Entwicklungskosten insbesondere für Individualsoftware drastisch reduzieren. Diese Individualität scheint im Vergleich zu kommerzieller Software "von der Stange" auf den ersten Blick äußerst kostspielig zu sein. Bei dieser Betrachtung wird jedoch oft versäumt die gesamten Kosten (siehe TCO weiter unten), die ein Kunde zu tragen hat, dem überdurchschnittlich großen Nutzen gegenüberzustellen, den er bekommt, wenn er sich für eine Individualsoftware entscheidet. Auch der Wegfall von Lizenzkosten pro Arbeitsplatz spricht für die Wirtschaftlichkeit von Individualsoftware. Daran wird deutlich, dass der Nutzen einer Software von vielen Faktoren abhängig ist, diese sind z.B.
Als größter Vorteil von Open-Source-Software wird im allgemeinen angesehen, dass sie kostenlos erhältlich ist. Doch das ist bei weitem nicht der einzige Vorteil. Weitere Argumente müssen für Open Source sprechen um eine Alternative zu kommerziellen Produkten darzustellen, umso mehr da der Kostenfaktor nicht allein durch die Anschaffungskosten bestimmt wird. BetriebskostenUnter dem Stichwort 'Total Cost of Ownership' (TCO) versteht man außer den Anschaffungskosten zusätzlich die Kosten für Installation, Schulung und Wartung. Kurz gesagt die Betriebskosten. Diese Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit einer Software nicht unerheblich. Hier hat Open-Source-Software jedenfalls den Vorteil, dass auch für Updates und Upgrades keine Investitionen notwendig sind. Es sollte aber im Einzelfall geprüft werden, ob tatsächlich keine Lizenzgebühren anfallen, wenn ein Open-Source-Produkt kommerziell eingesetzt wird. Oftmals entfallen Lizenzkosten lediglich für den privaten Gebrauch. HerstellerunabhängigkeitEin wichtiger Faktor für das gewerbliche Umfeld spielt auch die Herstellerunabhängigkeit und die damit verbundene Insolvenz- und Fusionssicherheit von Open-Source-Software. Insolvenzsicher ist sie, weil es keinen Hersteller gibt bei dessen Pleite des die Weiterentwicklung der Software eingestellt wird. Eine Open-Source-Software wird von einer Gemeinschaft freiwilliger Entwickler getragen, auch wenn das Projekt vielleicht unter der Schirmherrschaft eines Unternehmens steht. Und selbst wenn ein freiwilliger Chefentwickler das Interesse an einem solchen Projekt verliert, steht in solchen Fällen rasch Ersatz bereit. Nämlich in Form von Entwicklern, die nur zu gerne eine wichtigere Rolle bei der Weiterführung des Projekts spielen würden. Fusionssicher bedeutet, dass es keinen Einfluss auf die Weiterentwicklung einer Open-Source-Software hat, wenn ein Softwarehersteller durch einen Konkurrenten oder Hersteller eines ähnlichen Produkts aufgekauft wird. Für das kommerzielle Produkt des aufgekauften Unternehmens bedeutet das jedoch in der Regel das "Aus", da das Weiterführen zweier konkurrierender Produkte wenig sinnvoll ist und somit die Weiterentwicklung des aufgekauften Produkts über kurz oder lang eingestellt wird. Allerdings sollte man bedenken, dass auch ein Open-Source-Projekt irgenwann "sterben" kann. Wenn nämlich das Interesse an dem Projekt so gering ist, dass sich irgendwann kein freiweilliger Entwickler mehr findet, der die Software weiterentwickelt. Dann wäre man gezwungen notwendige Fehlerbehebungen und die Integration neuer Funktionen selber zu koordinieren. Dieses Szenario scheint jedoch bei den großen, weit verbreiteten Open-Source-Projekten äußerst unwahrscheinlich zu sein. SicherheitUnter dem Gesichtspunkt der Sicherheit betrachtet hat Open-Source-Software noch einen weiteren Vorteil. Dieser scheint vielleicht zunächst wie ein Nachteil zu erscheinen. Gemeint ist der öffentlich zugängliche Quellcode (Source code), woher auch der Name 'Open Source' stammt. Denn der für jeden einsehbare Quellcode bedeutet, dass Sicherheitslücken schneller öffentlich bekannt werden und somit auch schneller geschlossen werden. Der technisch-interresierte Leser hat sicherlich schon von monatelang klaffenden Sicherheitslücken im Betriebssystem Windows® oder im Internet Explorer® gehört. Die breite Entwickler-Community, offene Betatests und eine weite Verbreitung sorgen jedoch dafür, dass Open-Source-Software ausgiebig getestet und Bugfixes zügig bereitgestellt werden. AnpassungsfähigkeitWas Open-Source-Software ebanfalls interessant macht ist die Tatsache, dass eigene Anpassungen an der Software vorgenommen werden können. Das bietet vielfältige Möglichkeiten wie die Anpassung von Schnittstellen, Übersetzung in andere Sprachen oder Anpassung der Benutzeroberfläche an eigene Bedürfnisse, wodurch sich zum Beispiel das Corporate Identity in die Anwendung integrieren liese. Dies bedeutet zwar weitere Investitionen, doch diese können sich lohnen, wenn so die technische Eignung verbessert oder ein Einsatz dadurch erst ermöglicht wird. Bei der Ermittlung der TCO und der Wirtschaftlichkeit sollten diese zusätzlichen Kosten dann mit berücksichtigt werden. FazitAls Fazit bleibt zu sagen, dass Open-Source-Software eine sinnvolle Ergänzung zu kommerzieller Software und Individualsoftware darstellt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich der gewünschte Nutzen, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit und der Investitionssicherheit wirklich einstellt. Die Syscon Ingenieurbüro GmbH baut bei der Entwicklung Ihrer Softwarelösungen seit Jahren auf diese mehrgleisige Strategie. Auch Sie können von unserer Erfahrung profitieren. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir beraten Sie gerne umfassend zu diesem Thema.
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